Fadenehrenpreis

Familie: Wegerichgewächse
Stammt aus dem Kaukasus und kam als Zierpflanze, besonders für Friedhöfe, zu uns. Seit etwa 1930 eingebürgert. Die Pflanzen können nur mit Pollen einer anderen Sippe befruchtet werden. Da aber nur eine Sippe eingeschleppt wurde, vermehren sie sich bei uns über Brutsprossen und Stengelstücke. Deren Verbreitung geschieht durch das Rasenmähen. Wird häutig mit dem Persischen Ehrenpreis verwechselt.
Eigenschaften: blut- und hautreinigend, harn- und schweißtreibend
Rezept: Blätter mit Pflücksalat mischen, Salat anmachen und mit den Ehrenpreisblüten dekorieren
Tee: 2 TL frischen Ehrenpreis wird mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min ziehen lassen und abseihen. 3x täglich 1 Tasse trinken (max. 4 Wochen)

Wilde Möhre

Familie: Doldengewächse
Die Blüte lockt Fliegen an. Diese landen am liebsten dort, wo schon andere Fliegen sitzen. Die dunkle "Mohrenblüte" (oder auch "Scheininsekt") deutet man deshalb auch als Fliegenattrappe. Die Gartenmöhre wurde aus der Wilden Möhre gezüchtet. Ihre Wurzel der Gartenmöhre ist dicker, fleischiger und durch Carotinoide orangerot gefärbt. Aus dieser Vitaminvorstufe entsteht im Körper Vitamin A.
Vorkommen: Wiesen, Ödflächen, Wegränder, Steinbrüche. Auf trockenen, meist kalkreichen Böden, verbreitet.
Eigenschaften: stoffwechselanregend, harntreibend, entzündungshemmend, appetitanregend
Anwendung: Äußerlich verwendet man den rohen Wurzelbrei bei entzündeten Hautstellen, wie zum Beispiel Sonnenbrand.
Tee: 1 TL Samen mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min ziehen lassen und abseihen, vor oder nach den Mahlzeiten trinken (max. 4 Wochen)

Bärlauch

Familie: Narzissengewächse
Bärlauch wirkt ähnlich wie Knoblauch gegen Appetitlosigkeit, Bluthochdruck und Arterienverkalkung. Seine schwefelhaltigen Alliine gehen beim Zerkleinern oder Verwelken in die stark riechenden Lauchöle über.
Verwechslung: Blätter mit Maiglöckchen, junge Blätter gerollt, lange häutige Scheide und Herbstzeitlose mit meist 3-4 Blättern pro Pflanze, bei beiden kein Lauchgeruch
Vorkommen:  Pionierpflanze an Wegen, Bach- und Flussauen, Waldschläge, Ackerrändern, Erdaufschüttungen, Kiesgruben. Auf eher feuchten, nährstoffreichen Böden. Ziemlich häufig.
Eigenschaften: reinigend, harntreibend, blutdrucksenkend, antiseptisch
Rezept: Bärlauchsauce - 1 handvoll fein gehackter Bärlauchblätter mit 1 fein gehackten Zwiebel in Butter anrösten, mit 1 EL Mehl stauben, mit 1/4 l Brühe aufgießen, 15 Minuten köcheln lassen, dann passieren, passt zu kurz gebratenem Fleisch. 
Geschnittene Blätter sind für Quark und Pesto beliebt.